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 [GER] Lost You (Oneshot)

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Shalah



Number of posts : 12
Ort : Germany
Registration date : 2008-05-12

PostSubject: [GER] Lost You (Oneshot)   Fri Aug 15, 2008 1:47 pm

Autor: Shalah
Titel: Lost You
Genre: Drama
Rating: R ? (ich bin mir gerade nicht ganz sicher...)
Claimer: Sowohl die Personen, als auch die Idee der Story gehören allein mir!
Warnings: sad, death, svv
Summary: Du hast mich ganz allein zurückggelassen, Engel... aber es macht nichts, denn wenn du dort glücklich bist, wo du bist, bin ich es auch...



Lost you



Ich saß hier, allein. Alles still um mich herum.
Du warst gegangen. Einfach so, ohne ein Wort. Hattest mich zurückgelassen.
Und du hattest das Recht dazu. Wenn es jemanden auf dieser Erde, dieser Welt gab, der dieses Recht hatte, dann du. Niemand sonst.
Mir rannen Tränen über die Wangen. Keiner sah sie. Und es war gut so.

Was würde geschehen, wenn ich dich wiedersehen würde?
Diese Frage quälte mich schon lange. Minute um Minute, Stunde um Stunde. Und ich wusste keine Antwort, wusste keinen Ausweg mehr aus diesen Gedanken.
Es war wie Folter. Und ich hatte all dies tausendmal verdient.
Wie hatte ich dir das nur antun können? Du hattest mir vertraut, mir alles anvertraut, auch dein Leben. Du wärst mir blind gefolgt, hättest alles für mich getan.
Und ich warf alles weg. Unsere Freundschaft, einfach alles. Warum nur?
Ich konnte es nicht sagen. Wusste nicht, warum dies geschehen war, wie ich dies hatte tun können. Und niemand war da, der eine Antwort geben konnte.

Vielleicht war es gut, dass ich alleine war. Denn so können andere dir, meinem Engel beistehen. Wehe ihnen, wenn sie dicht alleine lassen. Denn ich weiß, wie sensibel du bist.
Tu dir nichts, ich bitte dich. Ich will dich nicht verlieren, wenigstens nicht auf materieller Ebene, denn deine Seele hatte ich wohl schon verloren.
Ich hasste mich so sehr dafür.
Warum konnte man nicht einfach die Zeit zurückdrehen, es ungeschehen machen?

Langsam stand ich auf, lief in der Wohnung umher. Ich was langsam, bedächtig, meine Bewegung voller Schmerz. Und doch konnte ich nicht ruhig sein, ruhig sitzen, nichts tun.
Lähmende Stille herrschte um mich herum, sie tat beinahe körperlich weh. Doch ich wollte sie nicht unterbrechen. Wollte Schmerzen fühlen.
Vielleicht würde es ja meinem Gewissen helfen... wer wusste das schon.
Unruhig und lautlos wanderte ich umher. Du schienst überall und doch nirgends zu sein.
Dein Geruch haftete an allem Stoff, du schienst mich zu beobachten. Doch al ich mich umdrehte, warst du nicht da.
Ein Bild von dir stand auf der Kommode. Du schienst mich anzusehen, egal wo ich mich gerade befand.
Auch ein Bild von uns beiden sah ich. Ich warf es zu Boden. Wir waren so glücklich gewesen.
Beide, miteinander.
Nie wieder würde es so sein können, das wusste ich.

Was würde eigentlich geschehen, wenn ich dich nicht wiedersehen würde?
Würde ich dich suchen gehen? Wahrscheinlich.
Und wenn ich dich nicht finden könnte?
Wenn ich wüsste wo du wärst und du doch unerreichbar für mich wärst? Einfach deshalb, weil über dir ein marmorner Grabstein stände?
Was dann?
Würde ich dir folgen?
Sag es mir. Gib mir die Antwort auf alle meine Fragen, denn ich finde sie nicht.
Und wenn ich noch so lange danach suchen würde, die Antwort wäre wohl unerreichbar.

Meine Knie gaben unter mir nach, ich stürzte zu Boden.
Ich weinte, schluchzte laut auf. Endlich.
Konnte dies ein Weg zur Heilung meiner Seele, meiner gebrochenen Seele, sein?
Inzwischen wusste ich, dass ich alles für dich tun würde. Dass ich dir mein Herz, meine Seele, ja, mein Leben anvertrauen würde.
Doch es war zu spät für diese Erkenntnis.
Ich würde dir blind folgen... Warum war mir das nicht klar gewesen, bevor ich alles, was jemals zwischen uns war, zerbrochen hatte?
Oh ja, blind war ich schon damals gewesen...
Und schon wieder musste ich an Schmerzen denken.
Es wäre immerhin ein Ausweg für mich. Vielleicht nicht der einzige. Aber der einzige, den ich sah.
Ich stand also auf, wankte davon.
Meine Schultern waren wie unter Zentnerlasten gebeugt.
Oh ja, seelische Last konnte schwerer sein, als körperliche Last.
Und seelische Wunden heilten nicht so leicht. Wenn sie jemals verheilten, dann nur nach ewig langer Zeit.
Und ich hatte dich seelisch verletzt. Sehr sogar. Dich, den sensibelsten Menschen, den ich kannte.

Ich schleppte mich ins Bad. Ein Wunder, dass gerade hier die Klingen lagen, nach denen ich suchte.
Oder Schicksal, denn auf den weißen Kacheln würde das Blut bestimmt ein tolles Bild abgeben.
Ich schob die Ärmel meines Hemdes zurück.
Sanft, behutsam strich ich mit der Klinge über meine Arme. Ich sah dein Gesicht vor mir.
Und zog mir die Klinge über den Arm, schnitt mir meine Pulsadern durch.
Endlich konntest du frei sein. Frei von mir.

Und falls du tatsächlich vor mir im Himmel bist, wie es sich für Engel ja eigentlich gehört, dann warte bitte auf mich. Vielleicht können wir noch einmal über alles reden, doch noch einmal von vorne beginnen.


~~~~
FIN
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